Einfühung

Karl Heinz Treiber
Der Künstler in seinem Atelier in Hirschberg im Frühling 2013.

„Ich arbeite in Bildzyklen;  meine Arbeiten sind weltumfassend und dennoch sehr persönlich.“

Mit dieser Aussage versucht Karl Heinz Treiber sein Werk zu beschreiben:

Seine Familie, seine meist weiblichen Modelle und gelegentlich er selbst stehen im Mittelpunkt seiner Bildzyklen der jüngeren Werkphase.

Odysseus, das Dante-Inferno, Gedanken zu Ernst Jünger, Wagners Ring, Eindrücke des Führerhauptquartiers „Wolfsschanze“ in Masuren, Selbstporträts und ein Blick auf die eigenen Eltern, Aktdarstellungen sowie monumentale Berg-, Architektur- und Industriebilder dokumentieren Teile seines Oeuvres. Kleinformatige Leinwände diskutieren die Kompositionen, bevor sie sich im jüngeren Werk meist auf großformatigen Leinwänden entfalten.

Seine Inspiration findet der Künstler zuweilen in urbaner Umgebung wie der Metropole New York City, wo Spiegelungen für ihn eine besondere Bedeutung erfahren. Nicht nur komplementär sondern zwingend notwendig erscheint die Ergänzung seiner architektonischen Werke durch seine intensiven Erfahrungen als Wanderer in den Alpen und im Himalaya.

Die Bildzyklen werden in mehreren Leinwänden durchdekliniert; auf längere Phasen mit Aktdarstellungen folgen strenge Architekturbilder, die dann wieder in eine losgelöste Landschaftsmalerei übergehen.  In vielen Bildthemen, wie z. B. in der „Erwartung des Wanderers“, überschneiden sich die Bildthemen; Mensch, Architektur und Landschaft verschmelzen zu einer Symbiose.